HOTARU

Der Berliner Boden ist auch Anlass für die performative Sound-Installation HOTARU von Dirk Dresselhaus (Schneider TM) und Tomoko Nakasato (Mio). Unterstützt wird Dresselhaus’ Baustellenpartitur von den Musikern Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten), Werner „Zappi" Diermaier (Faust) und Neta Polturak (Moon Gear). Mit industriellen Maschinen und Werkzeugen als Musikinstrumente rufen die vier Musiker die Nachbarschaft wach und bearbeiten zugleich ein Stück versiegelten Boden auf der letzten verbleibenden Brachfläche des Skulpturenparks Berlin_Zentrum. Hotaru ist das Japanische Wort für Glühwürmchen. Durch Bodenversiegelung und Einbetonierung der Flüsse werden Glühwürmchen und andere Wasser- und Bodenkreaturen ihrer natürlichen Lebensräume beraubt, anstatt unsere gebaute Umwelt in friedlicher Kohabitation zu bereichern. In einer eigens für diesen Anlass konzipierten Choreografie beschwört die japanische Tänzerin Tomoko Nakasato die Berliner Glühwürmchen zur Rückkehr.



26. September 2021


18:00  - 19:30

HOTARU  »

with Dirk Dresselhaus (SchneiderTM) & Tomoko Nakasato (Mio)



Dirk Dresselhaus (Schneider TM) & Tomoko Nakasato (Mio)

Dirk Dresselhaus (a.k.a. Schneider) ist seit den späten 80er Jahren in verschiedenen musikalischen Bereichen aktiv. Sein Projekt Schneider TM wird als einer der Erfinder des Musik Genres Indietronic oder auch Indietronica genannt. Seit 1998 spielte Schneider TM mehrere hundert internationale Live Konzerte inklusive einiger renommierter Festivals wie CTM (Berlin), Sonar Festival / Sonar Sound (Barcelona, Roma, Tokyo), Mutek (Montreal, Mexico City), Arty Farty (Lyon), Pukkelpop (Hasselt), Hultsfred Festival (Hultsfred), Kilbi Festival (Bad Bonn), Frieze Art Fair / Frieze Music (London), Phonem Festival (Istanbul), Numero Festival (Lisboa), Les Siestes électroniques festival (Toulouse), Melt Festival (Gräfenhainichen), Midi Festival (Hyéres), Motomix Festival (Sao Paolo), Todaysart Festival (Den Haag), Dark Mofo (Hobart) etc. Dirk Dresselhaus lebt und arbeitet in Berlin.

Tomoko Nakasato (Mio) kommt aus Hokkaido, Japan und begann ihre Karriere in den 1990er Jahren als Hip-Hop Streetdancer. Gleichzeitig nahm sie Unterricht in zeitgenössischem Tanz und Ballett. Ihr zeitgenössischer Tanz & physiognomischer Hintergrund, der die Kombination ihrer Streetdance-Erfahrung mit den Ballettmethoden ergänzt, hat sie zu einer erfolgreichen Improvisations-Darstellerin gemacht, vor allem in Zusammenarbeit mit experimenteller Elektronik & freier Noise Musik. Von 2011 bis heute arbeitete sie mit Künstlern und Musikern wie Ilpo Väisänen (Pan sonic, Angel), Dirk Dresselhaus (Schneider TM, Angel etc.), Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten), Damo Suzuki (Ex-Can), Clara Hill und Takehito Koganezawa und Frank Bretschneider (Raster-Noton). Sie kollaborierte auch mit Marcello Lussana, einem Software-Ingenieur und freiem Denker, der spezialisiert auf interaktive Systeme ist, in denen Bewegung durch Sensoren Klang steuern und manipulieren kann. Tomoko Nakasato lebt und arbeitet in Berlin.