de.construction.fantasies

Lydia Karagiannakis Beitrag zum Skulpturenpark Berlin_Zentrum ist eine Kontemplation über die Vergänglichkeit von Architektur als Materie und Symbol. Scheinbar solide und zeitlos, sind Gebäude und Infrastrukturen eng mit den sozioökonomischen und politischen Umständen ihrer Zeit verbunden. Bauwerke werden entweder aufgegeben, umgenutzt oder dekonstruiert werden, sobald ihr ursprünglicher Zweck erfüllt oder überholt ist. Karagiannakis Essayfilm befasst sich mit der Archäologie dieser Symbolik und den Zeitschichten, die sich auf den Oberflächen bestehender Gebäude abbilden. Die Arbeit folgt der Transformation des Berliner Stadtbildes, Zyklen von Konstruktions- und Dekonstruktionsprozessen, von Materialgewinnung und -abnutzung. Durch das Zurschaustellen der ephemeren Seite von Architektur, macht Karagiannaki nicht zuletzt auf die Endlichkeit gelebter Gegenwart aufmerksam und stellt diese der Fragilität der eigenen Körperlichkeit gegenüber.



14. November 2021


18:00-18:30

Film Screening de.construction.fantasies  »

mit Lydia Karagiannaki, Live Performance mit Bitsy Knox and Marco Schröder / item



Lydia Karagiannaki

Lydia Karagiannaki ist ausgebildete Architektin und arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Stadtforschung und Kunst. Nach ihrem Studium in Berlin und Brüssel hat sie das Projekt Rethink Aleppo (Amsterdam) mitkuratiert, das Nachbarschaftsprojekt Publieke_Salon_Public (Brüssel) initiiert und mit dem Kollektiv ConstructLab diverse Projekte entwickelt. 2017-2018 war sie curator-in-resident bei ZK/U in Berlin (als Teil des EU-Projektes Shared Cities: Creative Momentum). Lydia Karagiannaki lebt und arbeitet in Berlin.