de.construction.fantasies

Lydia Karagiannakis Beitrag lenkt den Fokus auf die Vergänglichkeit von Architektur und deren äußeres Erscheinungsbild. Scheinbar solide und zeitlos, sind Gebäude und Infrastrukturen eng mit den sozioökonomischen und politischen Umständen ihrer Zeit verbunden. Sobald Gebäude den Zweck verlieren, den sie ursprünglich repräsentierten, werden sie entweder aufgegeben, dekonstruiert oder umgenutzt. Karagiannakis Videoinstallation befasst sich mit den Zeitschichten, der sich an den Oberflächen bestehender Gebäude ablesen lässt. Indem die Arbeit der Transformation des Berliner Stadtbildes folgt, Konstruktions- und Dekonstruktionsprozesse, macht sie auf die ephemere und fragile Seite von Architektur sowie die Endlichkeit gelebter Gegenwart aufmerksam und öffnet den Blick für alternative Zukünfte und Vergangenheiten.



Lydia Karagiannakis

Lydia Karagiannaki ist ausgebildete Architektin und arbeitet an der Schnittstelle von Architektur, Stadtforschung und Kunst. Nach ihrem Studium in Berlin und Brüssel hat sie das Projekt Rethink Aleppo (Amsterdam) mitkuratiert, das Nachbarschaftsprojekt Publieke_Salon_Public (Brüssel) initiiert und mit dem Kollektiv ConstructLab diverse Projekte entwickelt. 2017-2018 war sie curator-in-resident bei ZK/U in Berlin (als Teil des EU-Projektes Shared Cities: Creative Momentum). Lydia Karagiannaki lebt und arbeitet in Berlin.