RE-TURN Programm


RE-TURN ist ein Forschungsprojekt. Nach 10 Jahren hysterischer Baumaßnahmen bildet das Areal des Skulpturenpark Berlin_Zentrum eine terra incognita. Das Areal soll neu erkundet und erfasst (#exploration), die historischen Schichten der letzten Dekade freigelegt (#archaelogies), alternative Infrastrukturen ermöglicht (#freeinfrastructure), Narrative re-interpretiert (#anarchichistories) und Visionen neu gesponnen (#utopias) werden. Die Themenfelder der Ausstellungsreihe werden im Rahmenprogramm durch Workshops, Vorträge, Führungen und Performances ergänzt und erweitert.

Alle Veranstaltungen finden im Freien statt.
Zutritt nur für geimpfte, genesene oder getestete Personen.

25. September 2021

15:00 - 15:45

Einführung Skulpturenpark Berlin_Zentrum

mit KUNSTrePUBLIK & Boris Jöns

Das Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK & Boris Jöns berichten von den Eindrücken, Gesprächen und Begegnungen, die während der ersten fünf Wochen im Daseins Zentrum gemacht wurden und geben Einblick in die Arbeiten von 

Dirk Dresselhaus (SchneiderTM) & Tomoko Nakasato (Mio), Folke Köbberling, Lukas Matthaei, Julian Oliver, Sebastian Quack, Kai Schiemenz und Zorka Wollny.

Die Einführung findet in deutscher Sprache statt und wird bei Bedarf übersetzt.

Treffpunkt: Daseins Zentrum, Stallschreiberstr. 29
 


15:00-19:00

Sound Installation: Keine Wohnungsnoth mehr!

mit Zorka Wollny

Mit Keine Wohnungsnoth mehr! zitiert Zorka Wollny ein Berliner Lied von August Conradi aus dem Jahr 1873, der grossen Bauphase der Gründerzeit. “Man baut in der Weltstadt Berlin überall, ja Häuser und Straßen entstehen Knall auf Fall. Und doch findet man keine Wohnung darin, die Mieter sie wissen ja nicht mehr wohin…” heisst es darin. Es ist frappant, wie aktuell diese Zeilen heute, knapp 150 Jahre später, wieder sind. Zorka Wollny reininterpretiert das Stück in Anbetracht aktueller Debatten über Wohnungsknappheit in Berlin. Die acht dabei entstandenen Lieder wurden gemeinsam mit professionellen Musikern eingesungen. Im Vorfeld zum Programmwochenende im September wird jeweils nachmittags pro Tag ein Stück über kleine, in den Bäumen entlang der Fußgängerstraße im Quartier Luisenpark installierte Lautsprecher, abgespielt. Vom 25.-26.09. werden am selben Ort alle Stücke im Loop abgespielt.

Bäume entlang der Fußgängerstraße im Quartier Luisenpark


16:00 - 17:00

RE-TURN Gesamtkunstwerk. Ein geführter Spaziergang

mit Adrian Notz

Adrian Notz ergründet auf seinem geführten Spaziergang durch das Areal des Skulpturenpark Berlin_Zentrum anhand anarchistischer Ideen und künstlerischer Avantgarde Visionen, das Streben der Corporate Welt nach ununterbrochener Innovation und das gesellschaftliche Imperativ auf kreatives Schaffen. Die Frage, inwiefern der Skulpturenpark Berlin_Zentrum, oder allein dessen Behauptung, ein wahrhaftiges RE-TURN Gesamtkunstwerk sein kann und ist, in dem alle Bewohner:innen zu “real-experimentierenden Subjekten” desselben werden, wird dabei auf den Prüfstand gestellt.

Der geführte Spaziergang findet in deutscher Sprache statt.

Treffpunkt: Brachfläche, Seydelstr. 13

Adrian Notz ist als freischaffender Kurator, bei der Tichy Ocean Foundation und am ETH AI Center, Mentor für kreative Strategie und Vision am European Center for Contemporary Art in Cluj (ECCA) und Chevalier de la Tombe de Bakunin tätig. Von 2012-2019 war er künstlerischer Leiter des Cabaret Voltaire in Zürich. Notz organisierte und kuratierte zahlreiche Ausstellungen, Veranstaltungen, Konferenzen, Aktionen und Interventionen mit internationalen Künstler:innen, Aktivist:innen und Denker:innen im Cabaret Voltaire sowie international rund um den Globus. Adrian Notz lebt und arbeitet in Zürich.


17:15 - 18:00

Performance Turn it back!

mit Folke Köbberling

Mit Turn it back! macht Folke Köbberling auf die verheerenden Konsequenzen der jüngeren urbanen Verdichtung für Natur und Artenvielfalt aufmerksam.Die Arbeit bezieht sich auf ein Kunstprojekt, welches Folke Köbberling 2007 gemeinsam mit Martin Kaltwasser für den Skulpturenpark Berlin_Zentrum entwickelt hat. Damals stiegen Besucher auf einer Treppe hinab und begab sich auf Augenhöhe mit der überwuchernden Pflanzenwelt. Heute gibt es durch die Versiegelung der Böden keinen Raum mehr für das Gedeihen von Wildpflanzen in diesem Gebiet. In einem rituellen Akt streut Folke Köbberling daher die Samen dieser damals bestimmten Pflanzen von einer mobilen Treppe auf die Pflastersteine der umliegenden Parkplätze und die dort parkenden Autos, während sie deren lateinischen Namen verliest.

Treffpunkt: Daseins Zentrum, Stallschreiberstr. 29


18:00 - 22:00

IMITATION OF LIFE

ein Filmdreh mit Lukas Matthaei & Team

Lukas Matthaei kooperiert mit Bewohner:innen des Skulpturenparks Berlin_Zentrum: Für IMITATION OF LIFE : remake berlin inszeniert der Künstler gemeinsam mit ihnen den Dreh einer Szene aus Douglas Sirks gleichnamigem Film von 1959. Dieses letzte Melodram, das der deutsche Emigrant in Hollywood drehte, verhandelt Aufstiegschancen und familiäre Beziehungen als Effekte gesellschaftlicher Verhältnisse. Oder wie Rainer Werner Fassbinder sagte: „Ein großer, wahnsinniger Film vom Leben und vom Tod!“ Gemeinsam mit den Anwohner:innen legt Matthaei die Charaktere einer Szene und die Rollen der Filmcrew an. So kann beim Dreh selbst zwischen den unterschiedlichen Positionen am Set hin und her gewechselt werden. Das inszenierte Making-of ist die eigentliche Erzählung. Der dabei entstehende Film wird gemeinsam mit den Beteiligten im Rahmen eines öffentlichen Screenings im November präsentiert.

Location: Seydelstr. 15 und 21-22
 


18:00 - 19:00

Boardwalk

mit Sebastian Quack

In seiner Tour führt Sebastian Quack von Spiel zu Spiel durch das Skulpturenpark-Areal und erklärt die Regeln, mit denen die klassischen Spielbretter im Stadtraum neu erlebt werden können. Ein Spaziergang für kleine Gruppen, der zwischen Bewegung, Spiel und Gespräch changiert.

Die Tour findet in deutscher Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstr. 13

Anmeldung bitte bis 23.09.21 über: skulpturenpark@kunstrepublik.de
 


18:30 - 19:30

Vortrag: New Zuhd/Minimal Punk: Anarchism, Barbarism, Islamic Chaos & Kurt Cobain

mit Saud Al-Zaid

Saud Al-Zaid ist Autor, Wissenschaftler und aktiver Verfechter radikalen Denkens. In seinem Vortrag für den Skulpturenpark Berlin_Zentrum greift er die Frage nach anarchischen Strukturen in unserer Gesellschaft auf. The New Zuhd/Minimal Punk: Anarchism, Barbarism, Islamic Chaos, and Kurt Cobain wird in Echtzeit durch Bilder und Videos begleitet.

Der Vortrag findet in englischer Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstr. 13

Saud Al-Zaid ist Vater, Lehrer, Redner und Autor – in dieser Reihenfolge. Als langjähriger Skeptiker gegenüber Kurzbiografien hat er einen Doktortitel, zwei Master und zwei Bachelor in Islamwissenschaft, Anthropologie und Religionssoziologie, Arabistik, Wirtschaftswissenschaften und Vergleichende Literaturwissenschaft. Neben seinem Fokus auf radikal-islamischen Denken und islamischer Ästhetik setzt er sich mit Themen wie Rassismus, Intersektionalität und Black Islam auseinander. Al-Zaid lebt und arbeitet in Berlin, unterrichtet an der Universität der Künste und hat öffentliche Vorträge u.a. im Haus der Kunst, auf der Re:publica, der Berlin Biennale, dem Chaos Computer Club Congress, und dem Computerspielemuseum gehalten.


19:30 - 20:30

Fade Out & Drinks

Brachfläche Seydelstrasse 13

26. September 2021

15:00 - 16:00

Boardwalk

mit Sebastian Quack

In seiner Tour führt Sebastian Quack von Spiel zu Spiel durch das Skulpturenpark-Areal und erklärt die Regeln, mit denen die klassischen Spielbretter im Stadtraum neu erlebt werden können. Ein Spaziergang für kleine Gruppen, der zwischen Bewegung, Spiel und Gespräch changiert.

Die Tour findet in deutscher Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstr. 13

Anmeldung bitte bis 23.09.21 über: skulpturenpark@kunstrepublik.de
 


15:00-19:00

Sound Installation: Keine Wohnungsnoth mehr!

mit Zorka Wollny

Mit Keine Wohnungsnoth mehr! zitiert Zorka Wollny ein Berliner Lied von August Conradi aus dem Jahr 1873, der grossen Bauphase der Gründerzeit. “Man baut in der Weltstadt Berlin überall, ja Häuser und Straßen entstehen Knall auf Fall. Und doch findet man keine Wohnung darin, die Mieter sie wissen ja nicht mehr wohin…” heisst es darin. Es ist frappant, wie aktuell diese Zeilen heute, knapp 150 Jahre später, wieder sind. Zorka Wollny reininterpretiert das Stück in Anbetracht aktueller Debatten über Wohnungsknappheit in Berlin. Die acht dabei entstandenen Lieder wurden gemeinsam mit professionellen Musikern eingesungen. Im Vorfeld zum Programmwochenende im September wird jeweils nachmittags pro Tag ein Stück über kleine, in den Bäumen entlang der Fußgängerstraße im Quartier Luisenpark installierte Lautsprecher, abgespielt. Vom 25.-26.09. werden am selben Ort alle Stücke im Loop abgespielt.

Bäume entlang der Fußgängerstraße im Quartier Luisenpark


16:00 - 17:00

Vortrag: Pink Cell Tower

mit Daniel Irrgang

Daniel Irrgang bezieht sich in seinem Vortrag auf Julian Olivers künstlerischen Beitrag Pink Cell Tower auf dem Skulpturenpark Berlin_Zentrum. Die Arbeit enthüllt die Machtverhältnisse und Eigentumsstrukturen, welche Mobilfunk-Technologie innewohnen. Neben unseren mobilen Gadgets wird das weitgehend unsichtbare Kommunikationsnetz durch Mobilfunktürme sichtbar, wobei diese oft verborgen oder getarnt im urbanen Raum platziert werden. Pink Cell Tower antwortet auf die Undurchsichtigkeit dieser Infrastruktur, indem es eine Alternative anbietet, die den öffentlichen Eigentumsstrukturen einer Stadt angemessen ist.

Der Vortrag findet in deutscher Sprache statt.

Treffpunkt: Daseins Zentrum, Stallschreiberstr. 29

Daniel Irrgang ist Medienwissenschaftler und Post-Doc in der Forschungsgruppe „Ungleichheit und digitale Souveränität“ am Weizenbaum-Institut in Berlin, die der Universität der Künste (UdK) Berlin zugeordnet ist. Zwischen 2013 und 2016 war er wissenschaftlicher Leiter des Vilém Flusser Archivs an der UdK Berlin und von 2016 bis 2019 wissenschaftlicher Mitarbeiter und Assistent des Rektors an der Staatlichen Hochschule für Gestaltung (HfG) Karlsruhe. Daniel Irrgang ist Affiliated Researcher am Center Art as Forum der Universität Kopenhagen (Marie Skłodowska-Curie Fellowship).


16:30 - 18:00

Return of the Pumpkin

mit Kai Schiemenz

Kai Schiemenz’ Skulpturen, die im Rahmen seines Projekts Auf der Suche nach einem guten Hotel auf dem Skulpturenpark Berlin_Zentrum entstanden sind, werden an diesem Wochenende entlang der Grenzen des Gebiets aufgestellt. Es handelt sich dabei um Negativformen, die aus selbst gegrabenen Löchern in Beton gegossen wurden. Die Form der Skulptur wird dabei von der Beschaffenheit des Bodens mitbestimmt. Dieser Kontrollverlust ist ein inhärenter Teil des Projekts. Schiemenz vergleicht seine Arbeit mit einer archäologischen Ausgrabung. Die ausgegrabenen “Fundstücke” bieten Raum zum Innehalten und Erinnern, welche Relevanz Boden als begrenzte gesellschaftliche Ressource bedeutet, und öffnen den faktischen Blick auf die geologischen und historischen Schichten unter den Neubauten.

Dies ist Kai Schiemenz’ aktueller Beitrag zum Skulpturenpark Berlin_Zentrum. 2008 hat er hier die Arbeit The Empty Dwelling, the Vain Tower and the Mad Colonist gezeigt. Damals gab es zur Einweihung Kürbissuppe, eine wärmende, gemeinschaftsbildende Geste, die er am Wahlsonntag 2021 wiederholen wird.


18:00  - 19:30

HOTARU

with Dirk Dresselhaus (SchneiderTM) & Tomoko Nakasato (Mio)

The performative sound installation HOTARU by Dirk Dresselhaus (Schneider TM) and the dancer Tomoko Nakasato (Mio) focuses on the Berlin soil. Dresselhaus’s construction-site score is supported by musicians Jochen Arbeit (Einstürzende Neubauten), Werner “Zappi” Diermaier (Faust), and Neta Polturak (Moon Gear). Using industrial machinery and tools as instruments, the four musicians evoke the neighbourhood development while tackling a section of sealed ground on the last remaining patch of wasteland at the Skulpturenpark Berlin_Zentrum. “Hotaru” is Japanese for “firefly.” Compacting the earth and redirecting rivers by means of concrete dams destroys the natural habitats of those fireflies and other aquatic and terrestrial creatures that would otherwise enrich our built environment in peaceful coexistence. In a choreography conceived especially for the occasion, Tomoko Nakasato will summon Berlin’s fireflies to return.

Meeting point: wasteland, Seydelstr. 13


19:30 - 20:30

Fade Out & Drinks

Brachfläche Seydelstrasse 13



21. August 2021

11:00-15:00

Workshop nachbarschaftliche Wertschöpfung (Circles)

mit Julio Linares

Der zweitätige Workshop mit dem Wirtschaftsanthropologen Julio Linares führt Teilnehmende in die Kryptowährung Circles UBI ein, um dann Austausch- und Wertesysteme kreativ neu zu denken und eine nachbarschaftliche Circles Community aufzubauen. Das Währungssystem Circles basiert auf dem Prinzip des bedingungslosen Grundeinkommens, jedem Mitglied werden monatlich 240 CRC Einheiten zugeschrieben. Das System basiert auf Vertrauen. Circles ist so konzipiert, dass Spekulationen vermieden und der Umlauf gefördert werden, um die regionale Wirtschaft wiederzubeleben und das Geld zu demokratisieren. Circles ist kein digitaler Vermögenswert, sondern eine Reihe von IOUs. Somit unterläuft das System anderer Kryptowährungen, wie der durch Finanzspekulation bekannte Bitcoin.

joincircles.net

Der Workshop findet in englischer Sprache statt (Übersetzung vor Ort möglich).

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Anmeldung bitte bis 19.08.21: skulpturenpark@kunstrepublik.de

Julio Linares ist Wirtschaftsanthropologe und Aktivist aus Guatemala und erforscht derzeit die Verbindungen zwischen universellem Grundeinkommen, Geld und direkter Demokratie. Er lebt und arbeitet in Berlin.


15:00-15:45

Einführung Skulpturenpark Berlin_Zentrum

mit KUNSTrePUBLIK

Das Künstlerkollektiv KUNSTrePUBLIK gibt Einblick in die Arbeiten von Salwa Aleryani, Folke Köbberling, KUNSTrePUBLIK & Boris Jöns, Sebastian Quack und Kai Schiemenz

Die Einführung findet in deutscher Sprache statt und wird bei Bedarf übersetzt.

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Eine Anmeldung ist nicht nötig.


16:00-16:30

Performance Turn it back!

mit Folke Köbberling

Mit Turn it back! macht Folke Köbberling auf die verheerenden Konsequenzen der jüngeren  urbanen Verdichtung für Natur und Artenvielfalt aufmerksam. Die Arbeit bezieht sich auf ein Kunstprojekt, welches Folke Köbberling 2007 gemeinsam mit Martin Kaltwasser für den Skulpturenpark Berlin_Zentrum entwickelt hat. Damals stieg man auf einer Treppe hinab und begab sich auf Augenhöhe mit der überwuchernden Pflanzenwelt. Heute gibt es durch die Versiegelung der Böden keinen Raum mehr für das Gedeihen von Wildpflanzen in diesem Gebiet. In einem rituellen Akt streut die Künstlerin daher die Samen dieser damals bestimmten Pflanzen von einer mobilen Treppe auf die Pflastersteine der umliegenden Parkplätze und die dort parkenden Autos, während sie deren lateinischen Namen verliest.

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Eine Anmeldung ist nicht nötig.


16:45-18:45

FALLOUT. Eine performative Begehung

von Balz Isler

Balz Isler führt das Publikum in einem performativen Spaziergang durch den Skulpturenpark Berlin_Zentrum. In einem Akt der „prozessualen Aneignung“ erschließt der Künstler und Musiker Balz Isler den Ort mit bildhaften, klanglichen und räumlichen Bezugsebenen. Persönliche Beobachtungen, treffen auf real-politische Fakten; sozio-kulturelle Besonderheiten auf ökologische Gegebenheiten. Die dadurch entstehenden Collage zeichnet ein komplexes Bild unserer Gegenwart, dem sich Balz Isler auf sensible, humorvolle Weise annähert.

Die Begehung findet in deutscher Sprache statt.

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Eine Anmeldung ist nicht nötig.

Balz Isler studierte zeitbezogene Medien an der Hochschule für Bildende Künste in Hamburg. 2011 erhielt er das Stipendium zur Förderung des künstlerischen und wissenschaftlichen Nachwuchses der Freien und Hansestadt Hamburg. Seine Performances finden in international bekannten Institutionen, wie zuletzt in der Kunsthalle Basel, dem NGBK Berlin, SAVVY Contemporary Berlin und der Kunsthalle Zürich statt. Balz Isler lebt und arbeitet in Møn.


18:00 - 19:00

Fade Out & Drinks

Brachfläche Seydelstrasse 13


18:45-19:30

Boardwalk

von Sebastian Quack

In seiner Tour führt Sebastian Quack von Spiel zu Spiel durch das Skulpturenpark-Areal und erklärt die Regeln, mit denen die klassischen Spielbretter im Stadtraum neu erlebt werden können. Ein Spaziergang für kleine Gruppen, der zwischen Bewegung, Spiel und Gespräch changiert.

Sebastian Quacks Boardwalk lädt die Besucher:innen des Skulpturenparks Berlin_Zentrum auf einen spielerischen Rundgang durchs Quartier ein um unsere vorgeprägten Formen der Raumnutzung zu reflektieren. Bekannte Brettspiele wie Monopoly, Siedler von Catan und Spiel des Lebens bilden die Stationen des Parcours. Auf Stein gedruckt, teils mit Erde bedeckt und in den Boden eingegraben, scheint die Stadtlandschaft die Spiele in Besitz genommen zu haben. Die Spielanleitungen der Gesellschaftsspiele umgeht Quack und verbindet die Brettspiele stattdessen durch eigene Regeln. Alltägliche Gegenstände wie Steine oder Münzen ersetzen dabei Spielfiguren und Würfel. Durch das Vis-à-Vis der kodierten Welt der Brettspiele und der gelebten Stadt hinterfragt Boardwalk die Organisationsstruktur des urbanen Raums und verweist gleichzeitig auf den Mangel an Orten zur Begegnung und Interaktion im öffentlichen Stadtraum.

Die Tour findet in deutscher Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Anmeldung bitte bis 19.08.21 über: skulpturenpark@kunstrepublik.de

22. August 2021

ab 12:00 Uhr

Workshop nachbarschaftliche Wertschöpfung (Circles)

mit Julio Linares

Markttag

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Anmeldung ist nicht nötig

Julio Linares
Julio Linares ist Wirtschaftsanthropologe und Aktivist aus Guatemala und erforscht derzeit die Verbindungen zwischen universellem Grundeinkommen, Geld und direkter Demokratie. Er lebt und arbeitet in Berlin.


13:00-18:00

Globaler Finanzspaziergang - Offshore Tour Operator

Mit RYBN & Laura Calbet

Der "Offshore Tour Operator" ist ein psycho-geografisches GPS, das Benutzer:innen auf der Suche nach den physischen Spuren des Offshore-Bankings durch die Datenbank der Panama Papers führt. Der Workshop beginnt mit einer theoretischen Einführung, in der Laura Calbet Verbindungen zwischen der Finanzialisierung der neu errichteten Wohnkomplexe auf dem Skulpturenpark Berlin_Zentrum und globalen Investmentfonds herstellt. Calbet entwirrt Kapitalbeteiligungen von Einzelpersonen, Entwicklungsfonds und Firmengeflechten, die sich gegenseitig für Kredite bürgen, um die Bauprojekte vor Ort zu finalisieren. Anschließend werden Teilnehmende ausgestattet mit dem Offshore Tour Operator auf die Suche nach Briefkastenfirmen, Treuhandgesellschaften, Domizilierungsagenturen und Schattenfinanzämtern und -agenten geschickt, die in den Datenbanken Offshore Leaks, Panama Papers und Bahamas Leaks erwähnt werden. Die Notizen und Fotos, die während dieser Streifzüge entstehen, werden am Ende des Workshops in einem gemeinsamen Debriefing gesichtet und analysiert.

Die Tour findet in englischer Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Anmeldung bitte bis 19.08.21: skulpturenpark@kunstrepublik.de

Laura Calbet hat intensive, mehrjährige Forschung auf dem Skulpturenpark Berlin_Zentrum unternommen, und promovierte damit zum Thema “Spekulative Stadtproduktion. Wohnungsneubaus im innerstädtischen Berlin” an der TU Berlin. Laura Calbet ist seit 2020 Professorin für Theorien und Methoden der Stadtplanung an der Universität Stuttgart. Sie hat Stadt- und Regionalplanung an der TU Berlin studiert und war wissenschaftliche Mitarbeiterin an der TU Berlin sowie am Leibniz-Institut für Raumbezogene Sozialforschung in Erkner. Sie war Gastprofessorin an der BTU Cottbus und Vertretungsprofessorin an der TU Dortmund. Laura Calbet lebt in Berlin. 

RYBN Die extradisziplinäre künstlerische Forschungsgruppe RYBN.ORG wurde 1999 gegründete und hat ihren Sitz in Paris, Frankreich. RYBN.ORG führt Untersuchungen im Bereich der Hochfrequenzökonomie und Informationstechnologien durch, schreibt kabbalistische Algorithmen, setzt selbstmörderische Handelsmaschinen in Finanzmärkte ein, pervertieren während ihrer Trainingsphase neuronale Netze oder jagen Geister in den Fluten des Datenverkehrs.


18:00 - 19:00

Fade Out & Drinks

Brachfläche Seydelstrasse 13


18:30-19:15

Boardwalk

von Sebastian Quack

In seiner Tour führt Sebastian Quack von Spiel zu Spiel durch das Skulpturenpark-Areal und erklärt die Regeln, mit denen die klassischen Spielbretter im Stadtraum neu erlebt werden können. Ein Spaziergang für kleine Gruppen, der zwischen Bewegung, Spiel und Gespräch changiert.

Sebastian Quacks Boardwalk lädt die Besucher:innen des Skulpturenparks Berlin_Zentrum auf einen spielerischen Rundgang durchs Quartier ein um unsere vorgeprägten Formen der Raumnutzung zu reflektieren. Bekannte Brettspiele wie Monopoly, Siedler von Catan und Spiel des Lebens bilden die Stationen des Parcours. Auf Stein gedruckt, teils mit Erde bedeckt und in den Boden eingegraben, scheint die Stadtlandschaft die Spiele in Besitz genommen zu haben. Die Spielanleitungen der Gesellschaftsspiele umgeht Quack und verbindet die Brettspiele stattdessen durch eigene Regeln. Alltägliche Gegenstände wie Steine oder Münzen ersetzen dabei Spielfiguren und Würfel. Durch das Vis-à-Vis der kodierten Welt der Brettspiele und der gelebten Stadt hinterfragt Boardwalk die Organisationsstruktur des urbanen Raums und verweist gleichzeitig auf den Mangel an Orten zur Begegnung und Interaktion im öffentlichen Stadtraum.

Die Tour findet in deutscher Sprache statt

Treffpunkt: Brachfläche Seydelstrasse 13

Anmeldung bitte bis 19.08.21 über: skulpturenpark@kunstrepublik.de