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Wenige Blöcke vom Skulpturenpark Berlin_Zentrum entfernt wird zurzeit das Volkskammer- und Kulturhaus der DDR, der Palast der Republik, abgerissen. Im Laufe des 15jährigen Streits um den Abriss des Palasts hat sich auf seinem Dach ein kleines Biotop gebildet. In ihrer Arbeit Neue Nachbarn pflanzt Ulrike Mohr (*1970 in Tuttlingen, lebt in Berlin) fünf aus Rissen des Gemäuers entsprossene Bäume in originalgetreuer Anordnung auf das Gelände des Skulpturenparks um. Die Bäume sind mit kleinen „Palast der Republik“-Medaillons markiert und im Boden steckende Plastikschilder geben Auskunft über ihre botanische Klassifizierung. Von diesen Spezifikationen abgesehen gehen die Bäume ein integratives Spiel mit ihren neuen Nachbarn ein, welche nach dem Fall der Mauer selbst auf historischem Abbruchmaterial gekeimt sind.
Design: Ariane Spanier